Waffenformen im Tai Chi

Tai Chi Chuan hat sich im Laufe der Jahrhunderte unter dem Einfluss anderer Kampfkünste als eigenständige Kampfkunst herausgebildet. Solange es diese Kampfkünste gibt, sind Waffen ein Bestandteil. Beim Üben mit der Waffe gilt es die Waffe in die Bewegungen des Körpers zu integrieren und die Prinzipien des Tai Chi Chuan in Einklang mit der Waffe zu bringen. Durch das Üben mit der Waffe wird der Aktionsradius über die Körpergrenze hinaus ausgedehnt. Das Waffentraining verlangt zusätzliche Koordination und beansprucht die Muskeln teilweise anders als in den waffenlosen Formen. Tai Chi Waffen sind Schwert, Säbel, Stock und Speer aber auch der Fächer.

Meine Beschäftigung gilt derzeit dem Schwert und dem Fächer, zwei Waffen mit unterschiedlichem Charakter.

Die Schwertform wird traditionell dem Element Wasser zugeordnet , weil sie vor allem den Blasenmeridian im Rückenbereich harmonisiert und stärkt. Die Schritte und die Bewegung der Arme sowie das Schwert als deren Verlängerung bilden wie bei den Faustformen eine harmonische Einheit.

Der Fächer sieht auf den ersten Blick nicht aus wie eine Waffe, ist aber auch in anderen Kampfkünsten zu Hause Mit Stoß-, Schlag- und Abwehrtechniken und der zugleich harmonischen Art und Aussehen bietet diese Waffe eine interessante Übungsform und erfreut sich zunehmender Beliebtheit.